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Nachrichten 2012
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Caguán: Irrtümer, Verrat und falsche
Interpretationen
Vor zehn Jahren kündigte die kolumbianische Regierung die Vereinbarung
auf, nach der der FARC eine Zone zugewiesen wurde, aus der die Streitkräfte
sich zurückzogen, wo jedoch nach Übereinkunft beider Seiten
die kolumbianische Rechtsordnung unverändert weiter gelten sollte.
Die FARC hatte z.B. durch die Ausweisung von Richtern und Staatsanwälten
aus der Zone gegen diese Übereinkunft mehrfach verstoßen.
Die Gefangennahme der grünen Präsidentschaftskandidatin Ingrid
Betancourt durch die FARC in der Zone war schließlich der Anlass
für die Aufkündigung der Vereinbarung durch die Regierung.
Der Politologe Carlo Negri Lignarolo forscht an der Universidad de los
Andes in Bogotá und analysiert für das Wochenmagazin EL
ESPECTADOR am 20.02.2012 die Lehren aus dem Scheitern der entmilitarisierten
Zone in Caguán.
Zum Artikel:
El Espectador vom 20.02.2012 / (PDF-Datei)
"Caguán war transparenter als Ralito"
(Auszüge)
Andrés Pastrana war von 1998 bis 2002 Präsident Kolumbiens.
In seiner Amtszeit gestand er der FARC in Caguán eine entmilitarisierte
Zone von der Größe der Schweiz zu, um so eine Grundlage für
Friedensverhandlungen zu schaffen. Nachdem die FARC die getroffenen
Abmachungen nicht eingehalten und in der Zone die grüne Präsidentschaftskandidatin
Ingrid Betancourt entführt hatte, kündigte Pastrana die Vereinbarung
mit der FARC im Februar 2002 auf. Ihm wurde bei der Bewertung seiner
Präsidentschaft zu große Nachgiebigkeit gegenüber der
FARC vorgeworfen. Das Wochenmagazin SEMANA veröffentlicht am 13.02.2012
ein Interview mit Pastrana, in dem dieser auch seinen abgebrochenen
Verständigungsprozess mit der FARC vergleicht mit den in der Gemeinde
Ralito von seinem Nachfolger Uribe mit den rechten Paramilitärs
geführten Verhandlungen.
Zum Artikel:
Semana vom 13.02.2012 / (PDF-Datei)
Worauf "Timo" setzt
Nachdem der Briefwechsel zwischen dem FARC-Chef "Timochenko"
und Präsident Santos bekannt geworden war, kam ein weiteres Schreiben
der FARC an die Öffentlichkeit, das an den kommunistischen Geschichtsprofessor
Medófilo Medina gerichtet ist, der im Herbst 2011 die FARC scharf
kritisiert hatte.
Das Wochenmagazin SEMANA berichtet in seiner Ausgabe vom 16.01.2012
Zum Artikel:
Semana vom 16.01.2012 / (PDF-Datei)
Kommt es zu Annäherungen mit der Guerrilla?
In der Online-Ausgabe des Wochenmagazins EL ESPECTADOR vom 13.01.2012
äußert sich
der französische Politologe Frédéric Massé,
Gastprofessor in Bogotá.
Zum Artikel:
El Espectador vom 13.01.2012 / (PDF-Datei)
© 2002 FARC.de by Thomas Künzel, Ulrich Künzel, Reiner Bruchmann
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